Übergabe eines Defibrillator und Schulung am Gerät

Fast unscheinbar in einem kleinen Rucksack verpackt stand die neuste Errungenschaft der Dorfgemeinschaft Oersdorf vor den Bürgern der Ortschaft. Im vergangenen Jahr war, während eines von der Freiwilligen Feuerwehr angebotenen Erste-Hilfe-Trainings, die Idee entstanden einen Defibrillator für den Ort zu beschaffen. Bevor Frank Risy als Vertreter des Lieferanten das kleine Gerät – einen automatisch externen Defibrillator (AED) – aus der Tasche hervor holte, wurde der Windkraftstiftung, der Volksbank Ahlerstedt und dem Sportverein Blau-Weiss Ottendorf e. V gedankt. die dieses Projekt finanziell unterstützten.

Beim plötzlichen Herzstillstand zählt jede Sekunde, denn wenn nicht sofort Erste Hilfe geleistet wird, stirbt der Patient. In 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein sogenanntes Kammerflimmern vor. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung allein beseitigt das Herzkammerflimmern nicht. Erst durch den Einsatz eines Automatischen Externen Defibrillators (AED) und durch die Abgabe eines kontrollierten Elektroschocks kann das Kammerflimmern effektiv gestoppt werden. Die Überlebenschance beträgt in diesem Fall nach drei Minuten noch 70 %. Somit ist der Defibrillator ein zuverlässiger Lebensretter im Kampf gegen den plötzlichen Herztod.

Das mobile Gerät hat ab sofort im Dorfgemeinschaftshaus seinen Platz und kann, da es selbsterklärend ist von jedermann genutzt werden. Es steht auch für Veranstaltungen außerhalb des Dorfshauses im Ort bereit. Eine Stimme erläutert gut nachvollziehbar die Anwendung, so dass auch Laien mit dem Defibrillator Leben retten können. Gleichwohl fand jetzt im Rahmen der Übergabe eine spezielle Schulung am Gerät und der Herz-Lungen-Wiederbelebung statt. Frank Risy leitete diese und erklärte voller Elan die Eigenschaften des Gerätes und die Vorgehensweise im Notfall.

Nach dem Einschalten des AED fordert das Gerät den Helfer per Sprachmodul auf, die Elektroden am Patienten anzubringen. Per Knopfdruck setzt der Nutzer die Analyse in Gang. Das Gerät schreibt innerhalb kurzer Zeit ein EKG und prüft, ob die Elektroden richtig angebracht sind. Erst dann trifft das AED seine Entscheidung, ob eine Defibrillation erfolgen muss. Die Entladung des Elektroschocks kann nur durch einen Knopfdruck des Helfers geschehen, wenn es zu einem defibrillationswürdigen Befund gekommen ist.

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